
Modul 17 – Weimarer Kämpfe und Bolschewisierung
Das Modul behandelt die Phase der Bolschewisierung der KPD zwischen 1924 und dem Herbst 1929. Ausgehend von der Niederlage der Kämpfe von 1923 und der relativen Stabilisierung des Kapitalismus in der Weimarer Republik steht der Kampf gegen das Wiedererstarken von Imperialismus und Militarismus im Mittelpunkt. Unter Führung Ernst Thälmanns wird die KPD zur bolschewistischen Massenpartei geformt. Behandelt werden innerparteiliche Auseinandersetzungen, zentrale politische Konfliktfelder der 1920er Jahre sowie der Versuch, die Arbeiterklasse zu organisieren und eine konsequente antiimperialistische Linie zu entwickeln.
November 2026
26.10.2026 – 22.11.2026
Vorlesung: 25.10.2026
Modulbeschreibung
Dieses Modul behandelt die Phase der Bolschewisierung der KPD zwischen 1924 und dem Herbst 1929. Ausgangspunkt ist die Niederlage der revolutionären Kämpfe von 1923, einschließlich der Ruhrkämpfe und des Hamburger Aufstands, die das Ende der unmittelbaren Nachkriegskrise markieren. In der Weimarer Republik setzt daraufhin eine Phase relativer Stabilisierung des Kapitalismus ein, die wesentlich durch amerikanisches Kapital und die Neuordnung der imperialistischen Mächteverhältnisse getragen wird. Die ökonomischen Lasten werden auf die Werktätigen abgewälzt, während der deutsche Imperialismus und Militarismus rasch wiedererstarken und die SPD ihren reformistischen Kurs weiter ausbaut.
Vor diesem Hintergrund skizziert das Modul den Kampf der Arbeiterklasse und anderer Werktätiger unter Führung der KPD gegen die Reorganisation der Herrschaft des deutschen Imperialismus. Unter Ernst Thälmann wird das Zentralkomitee neu formiert und die KPD zu einer bolschewistischen Massenpartei entwickelt. Zentral ist in dieser Periode das Ringen um eine klare, konsequente revolutionäre Linie im Einklang mit den strategischen Beschlüssen der Kommunistischen Internationale unter Führung der Sowjetunion.
Ein Schwerpunkt liegt auf den innerparteilichen Auseinandersetzungen gegen sogenannte „linke“ und „rechte“ Abweichungen, die Ausdruck der sozialen und politischen Kämpfe der Zeit sind. Die Bolschewisierung der Partei bedeutet dabei nicht nur organisatorische Neuformierung, sondern vor allem ideologisch-politische Festigung, die die Einheit der Partei im Klassenkampf gewährleisten soll.
Inhaltlich behandelt das Modul die großen politischen Konfliktfelder der zweiten Hälfte der 1920er Jahre: den Kampf gegen die Verträge von Locarno, den Kampf gegen die Fürstenabfindung, die Auseinandersetzung um die nationale Frage sowie das Wiederaufflammen von Massenkämpfen gegen Ende des Jahrzehnts. Die KPD versucht in dieser Phase, die Arbeiterklasse in der Verteidigung ihrer sozialen und politischen Rechte zu organisieren und zugleich eine klare antiimperialistische Perspektive zu entwickeln.
Das Modul zeigt damit die Entwicklung der KPD von einer Partei der revolutionären Krisenjahre hin zu einer Massenpartei, die unter der Führung der Kommunistischen Internationale und Sowjetunion um die richtige bolschewistische Linie ringt.
Vorlesung
Hier verlinken wir die Vorlesung, sobald sie bei YouTube online ist.
Hier verlinken wir das Skript zur Vorlesung, sobald die Vorlesung gehalten wurde.
Literatur
Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.
Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.
