Modul 23 – Großer Vaterländischer Krieg

Das Modul behandelt die Entwicklung der Sowjetunion vom Ende der 1930er Jahre bis zum Übergang in die Nachkriegsordnung und stellt den Großen Vaterländischen Krieg in den Mittelpunkt der Betrachtung. Ausgangspunkt ist die außenpolitische Neuorientierung der UdSSR mit dem sogenannten Nichtangriffspakt. Auch werden die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen der späten 1930er Jahre untersucht, die von eingeschränkten Debattenräumen, Repressionen und innerparteilichen Auseinandersetzungen geprägt waren.

Juni 2027

31.05.2027 – 27.06.2027

Vorlesung: 30.05.2027

Modulbeschreibung

Das Modul behandelt die Entwicklung der Sowjetunion vom Ende der 1930er Jahre bis zum Übergang in die Nachkriegsordnung und stellt den Großen Vaterländischen Krieg in den Mittelpunkt der Betrachtung. Ausgangspunkt ist die außenpolitische Neuorientierung der UdSSR mit dem sogenannten Nichtangriffspakt. Auch werden die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen der späten 1930er Jahre untersucht, die von eingeschränkten Debattenräumen, Repressionen und innerparteilichen Auseinandersetzungen geprägt waren.

Der internationale Faschismus wird als zentrale historische Herausforderung analysiert. Faschismus und Krieg werden dabei als eng miteinander verbundene Entwicklungen verstanden, ihr Zusammenhang wird auf politischer und auch auf gesellschaftlicher Ebene untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Auflösung der Komintern und den daraus resultierenden Veränderungen für die internationale kommunistische Bewegung sowie auf der Einbindung der kolonialen und halbkolonialen Welt in antifaschistische und antiimperialistische Perspektiven.

Im Zentrum des Moduls steht der deutsche Überfall auf die Sowjetunion und der daraus hervorgehende Große Vaterländische Krieg. Dabei wird der Krieg nicht ausschließlich als Verteidigung des Sozialismus betrachtet, sondern auch als Prozess umfassender nationaler Mobilisierung. Untersucht werden die Rückgriffe auf historische Mythen, nationale Traditionen und kulturelle Bezugspunkte, die zur gesellschaftlichen Integration und Widerstandsfähigkeit beitragen sollten. Ergänzend werden Formen des antifaschistischen Widerstands, die Rolle des Exilkommunismus sowie die Arbeit des Nationalkomitees „Freies Deutschland“ behandelt.

Ein weiterer Themenbereich widmet sich der Kultur als politischer Ebene des Krieges. Film, Kunst und Propaganda werden als Mittel der gesellschaftlichen Mobilisierung und politischen Deutung analysiert (beispielsweise anhand Sergej Eisensteins Film Alexander Newski (1938), der mit seiner Betonung nationaler Verteidigung einen Wandel gegenüber früheren Darstellungen der Sowjetunion darstellt).

Vorlesung

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Vorlesung: 30.05.2027

Literatur

Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.