
Modul 14 – Linksradikalismus und III. Internationale
Das Modul widmet sich Lenins Schrift Der „linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus und ihren Schlussfolgerungen aus Revolution und Bürgerkrieg. Im Mittelpunkt stehen die Bestimmung des Bolschewismus als Produkt konkreter Klassenkämpfe, der Kampf gegen Sektierertum und Opportunismus sowie Fragen von Partei, Klasse und Führung. Behandelt werden Übergangsformen zur proletarischen Revolution, Mehrheitsgewinnung und Bündnispolitik. Der III. Weltkongress der Kommunistischen Internationale markiert den Übergang zu einer strategisch reflektierten, massenorientierten Politik und bildet den historischen Rahmen des Moduls.
Juli 2026
29.06.2026 – 26.07.2026
Vorlesung: 28.06.2026
Modulbeschreibung
Dieses Modul widmet sich Lenins Schrift Der „linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus (1920), in der er aus den Erfahrungen der russischen Revolution und des Bürgerkriegs strategische Schlussfolgerungen für die kommunistische Weltbewegung zieht. Lenin bestimmt den Bolschewismus als Ergebnis konkreter Klassenkämpfe und hebt hervor, dass seine Erfahrungen – insbesondere die erfolgreiche Allianz von Arbeitern und Bauern – für die kommunistischen Parteien Westeuropas von grundlegender Bedeutung sind. Ziel der Schrift ist es, jene Elemente herauszuarbeiten, die „allgemein anwendbar“ und „allgemeiner Gültigkeit“ sind.
Im Zentrum steht die Frage nach den Formen des Übergangs zur proletarischen Revolution. Dazu gehören der Kampf gegen Sektierertum, die Gewinnung der Mehrheit der Arbeiterklasse sowie eine bewusste Bündnispolitik mit der Bauernschaft. Der Bolschewismus wurde – so Lenin – gerade in der Auseinandersetzung mit inneren Gegnern der Arbeiterbewegung stark: gegen linksradikales Abenteurertum ebenso wie gegen rechtsopportunistische Anpassung. Stets geht es um die richtige Bestimmung der Beziehungen zwischen Partei und Klasse, zwischen Führung und Massen. Fundamental ist dabei die Notwendigkeit einer straff organisierten, zentralisierten und zugleich tief in den Massen verankerten Partei.
Dieses Spannungsfeld prägte auch den III. Weltkongress der Kommunistischen Internationale, der maßgeblich durch Lenins Auftreten und die im Linken Radikalismus formulierten Gedanken bestimmt wurde. Der Kongress markiert den Übergang von spontan-revolutionären Erwartungen zu einer strategisch reflektierten, massenorientierten Politik der kommunistischen Parteien.
Im Modul lesen die Teilnehmenden die Schrift Der linke Radikalismus im Zusammenhang mit ihrem unmittelbaren historischen Kontext. Die Vorlesung behandelt die strategischen Auseinandersetzungen innerhalb der Kommunistischen Internationale und bereitet das folgende Modul vor, das sich ausführlich dem III. Weltkongress selbst widmet – insbesondere der Entwicklung der KPD, ihrer Rezeption des Kongresses und ihrem Aufbau- und Kampfkurs nach der Niederlage der Novemberrevolution.
Vorlesung
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Literatur
Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.
Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.
