Modul 20 -Industrialisierung und Kollektivierung

Das Modul behandelt den Aufbau des Sozialismus in der Sowjetunion in der Zeit von etwa 1927 bis 1937. Diese Periode markiert den Übergang von der Phase der wirtschaftlichen Wiederherstellung nach Bürgerkrieg und Interventionen zu einer umfassenden sozialistischen Umgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dem Ende der Neuen Ökonomischen Politik im Dezember 1927 und dem Beginn des Ersten Fünfjahrplans im Jahr 1928 setzte eine Phase beschleunigter Industrialisierung und tiefgreifender gesellschaftlicher Transformation ein. 

Februar 2027

08.02.2027 – 07.03.2027

Vorlesung: 07.02.2027

Modulbeschreibung

Das Modul behandelt den Aufbau des Sozialismus in der Sowjetunion in der Zeit von etwa 1927 bis 1937. Diese Periode markiert den Übergang von der Phase der wirtschaftlichen Wiederherstellung nach Bürgerkrieg und Interventionen zu einer umfassenden sozialistischen Umgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dem Ende der Neuen Ökonomischen Politik im Dezember 1927 und dem Beginn des Ersten Fünfjahrplans im Jahr 1928 setzte eine Phase beschleunigter Industrialisierung und tiefgreifender gesellschaftlicher Transformation ein. 

Die wirtschaftliche Planung zielte vor allem auf den Aufbau einer sozialistischen Schwerindustrie sowie auf die grundlegende Umgestaltung der Landwirtschaft durch Kollektivierung. Dabei wurde der Übergang von der Einschränkung zur Liquidierung des Kulakentums vollzogen. Mit der Bildung von Kolchosen und dem Aufbau von Maschinen- und Traktorenstationen entstand eine neue agrarische Produktionsweise. Gleichzeitig waren diese Prozesse von erheblichen Schwierigkeiten, wirtschaftlichen Verlusten und politischen Konflikten begleitet. 

Der sozialistische Aufbau vollzog sich zudem unter den Bedingungen einer sich verschärfenden internationalen Lage. Während die kapitalistischen Staaten in der Weltwirtschaftskrise und erneut 1937 von massiver Arbeitslosigkeit und Produktionseinbrüchen geprägt waren, expandierte die sowjetische Industrieproduktion erheblich. Die verschärfte Konkurrenz der imperialistischen Staaten und der Aufschwung der Arbeiterbewegung führten zugleich zu Gegenreaktionen der herrschenden Klassen. In Italien und Deutschland wurden faschistische Regime etabliert, wodurch die internationale Spannung und die Kriegsgefahr deutlich zunahmen. 

Das Modul untersucht diese Entwicklungen im Zusammenhang: die ökonomischen und sozialen Veränderungen innerhalb der Sowjetunion, die politischen Auseinandersetzungen der Zeit sowie die internationale Entwicklung, die den sozialistischen Aufbau maßgeblich beeinflusste. Dabei werden insbesondere die Erfahrungen der Kollektivierung, die neue sowjetische Verfassung, innerparteiliche Konflikte sowie zeitgenössische Kritiken – etwa durch Leo Trotzki – behandelt. Ziel ist es, die Widersprüche und Probleme des sozialistischen Aufbaus historisch nachzuvollziehen und einzuordnen. 

Vorlesung

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Vorlesung: 07.02.2027

Literatur

Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.