Autor: stg0

  • Modul 16 – Aufbau des Sozialismus in einem Land

    Modul 16 – Aufbau des Sozialismus in einem Land

    Modul 16 – Aufbau des Sozialismus in einem Land

    Das Modul behandelt die Übergangsperiode der Sowjetunion vom Ende des Bürgerkriegs zum Beginn des sozialistischen Aufbaus. Ausgehend von den Bedingungen des Bürgerkriegs und der Festigung der Sowjetmacht steht der X. Parteitag mit dem Übergang zur Neuen Ökonomischen Politik im Mittelpunkt. Behandelt werden die Rolle der Partei, innerparteiliche Auseinandersetzungen und die Entstehung des Trotzkismus. Die Umgestaltungen der späten 1920er Jahre – Industrialisierung, Kollektivierung und erster Fünfjahresplan – sowie der Tod Lenins markieren zentrale Einschnitte dieser Phase.

    Oktober 2026

    28.09.2026 – 25.10.2026

    Vorlesung: 27.09.2026

    Modulbeschreibung

    Das Modul behandelt die entscheidende Übergangsperiode der Sowjetunion vom Bürgerkrieg zum Beginn des umfassenden sozialistischen Aufbaus. Ausgangspunkt ist die Analyse der Bedingungen und Ergebnisse des Bürgerkriegs sowie der Rolle der Bolschewistischen Partei bei der Verteidigung und Festigung der Sowjetmacht. Der X. Parteitag der KPR(B) markiert dabei einen zentralen Einschnitt: Mit dem Übergang zur Neuen Ökonomischen Politik (NÖP) reagiert die Partei auf die ökonomischen und sozialen Erschöpfungszustände des Landes und entwickelt neue Formen des Klassenkampfes unter den Bedingungen des Friedens.

    Im Zentrum des Moduls steht die Rolle der Partei als führende Kraft im Aufbau des Sozialismus. Die Auseinandersetzungen um Strategie  und Formen dieses Aufbaus spiegeln sich in der Entstehung innerparteilicher oppositioneller Strömungen wider. Besonderes Gewicht wird auf die Genese und den politischen Inhalt des Trotzkismus gelegt, dessen Kritik an der Entwicklung der Sowjetunion exemplarisch für grundlegende Fragen der Revolutionstheorie, der Parteiführung und der internationalen Perspektive steht. Die kritische Lektüre ausgewählter Texte Trotzkis ermöglicht eine fundierte Auseinandersetzung mit diesen Konfliktlinien.

    Darüber hinaus behandelt das Modul die großen Umgestaltungsprozesse der späten 1920er Jahre: Industrialisierung, Kollektivierung der Landwirtschaft und den ersten Fünfjahresplan als Antwort auf die ökonomische Rückständigkeit und die äußeren Bedrohungen des sozialistischen Staates. Der Tod Lenins bildet einen historischen Einschnitt, an dem sich die offenen Fragen der Führung, der Strategie und der weiteren Entwicklung der Sowjetunion zuspitzen.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 27.09.2026

    Literatur

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    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 17 – Weimarer Kämpfe und Bolschewisierung

    Modul 17 – Weimarer Kämpfe und Bolschewisierung

    Modul 17 – Weimarer Kämpfe und Bolschewisierung

    Das Modul behandelt die Phase der Bolschewisierung der KPD zwischen 1924 und dem Herbst 1929. Ausgehend von der Niederlage der Kämpfe von 1923 und der relativen Stabilisierung des Kapitalismus in der Weimarer Republik steht der Kampf gegen das Wiedererstarken von Imperialismus und Militarismus im Mittelpunkt. Unter Führung Ernst Thälmanns wird die KPD zur bolschewistischen Massenpartei geformt. Behandelt werden innerparteiliche Auseinandersetzungen, zentrale politische Konfliktfelder der 1920er Jahre sowie der Versuch, die Arbeiterklasse zu organisieren und eine konsequente antiimperialistische Linie zu entwickeln.

    November 2026

    26.10.2026 – 22.11.2026

    Vorlesung: 25.10.2026

    Modulbeschreibung

    Dieses Modul behandelt die Phase der Bolschewisierung der KPD zwischen 1924 und dem Herbst 1929. Ausgangspunkt ist die Niederlage der revolutionären Kämpfe von 1923, einschließlich der Ruhrkämpfe und des Hamburger Aufstands, die das Ende der unmittelbaren Nachkriegskrise markieren. In der Weimarer Republik setzt daraufhin eine Phase relativer Stabilisierung des Kapitalismus ein, die wesentlich durch amerikanisches Kapital und die Neuordnung der imperialistischen Mächteverhältnisse getragen wird. Die ökonomischen Lasten werden auf die Werktätigen abgewälzt, während der deutsche Imperialismus und Militarismus rasch wiedererstarken und die SPD ihren reformistischen Kurs weiter ausbaut.

    Vor diesem Hintergrund skizziert das Modul den Kampf der Arbeiterklasse und anderer Werktätiger unter Führung der KPD gegen die Reorganisation der Herrschaft des deutschen Imperialismus. Unter Ernst Thälmann wird das Zentralkomitee neu formiert und die KPD zu einer bolschewistischen Massenpartei entwickelt. Zentral ist in dieser Periode das Ringen um eine klare, konsequente revolutionäre Linie im Einklang mit den strategischen Beschlüssen der Kommunistischen Internationale unter Führung der Sowjetunion.

    Ein Schwerpunkt liegt auf den innerparteilichen Auseinandersetzungen gegen sogenannte „linke“ und „rechte“ Abweichungen, die Ausdruck der sozialen und politischen Kämpfe der Zeit sind. Die Bolschewisierung der Partei bedeutet dabei nicht nur organisatorische Neuformierung, sondern vor allem ideologisch-politische Festigung, die die Einheit der Partei im Klassenkampf gewährleisten soll.

    Inhaltlich behandelt das Modul die großen politischen Konfliktfelder der zweiten Hälfte der 1920er Jahre: den Kampf gegen die Verträge von Locarno, den Kampf gegen die Fürstenabfindung, die Auseinandersetzung um die nationale Frage sowie das Wiederaufflammen von Massenkämpfen gegen Ende des Jahrzehnts. Die KPD versucht in dieser Phase, die Arbeiterklasse in der Verteidigung ihrer sozialen und politischen Rechte zu organisieren und zugleich eine klare antiimperialistische Perspektive zu entwickeln.

    Das Modul zeigt damit die Entwicklung der KPD von einer Partei der revolutionären Krisenjahre hin zu einer Massenpartei, die unter der Führung der Kommunistischen Internationale und Sowjetunion um die richtige bolschewistische Linie ringt.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 25.10.2026

    Literatur

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    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 15 – Aufbau der KPD und die III. Internationale

    Modul 15 – Aufbau der KPD und die III. Internationale

    Modul 15 – Aufbau der KPD und die III. Internationale

    Das Modul behandelt die von tiefen Erschütterungen geprägte revolutionäre Nachkriegskrise in Deutschland. Ausgehend von Niederlage im Ersten Weltkrieg und den ungelösten Aufgaben der Novemberrevolution werden die Kräfteverhältnisse beleuchtet, die zur Gründung der Dritten Internationale führten. Die Kommunistische Internationale und der III. Weltkongress bilden dabei zentrale Bezugspunkte für die Orientierung der KPD. Im Mittelpunkt stehen die Formierungsphase der KPD zwischen 1919 und 1923, der Kampf gegen Konterrevolution, Kapp-Putsch und Regierung Cuno sowie die politischen und sozialen Krisen der Weimarer Republik.

    September 2026

    31.08.2026 – 27.09.2026

    Vorlesung: 30.08.2026

    Modulbeschreibung

    Das Modul behandelt die dramatische und von tiefen gesellschaftlichen Erschütterungen geprägte Phase der revolutionären Nachkriegskrise in Deutschland. Ausgehend von der Niederlage im Ersten Weltkrieg und den ungelösten Aufgaben der Novemberrevolution werden die internationalen und nationalen Kräfteverhältnisse untersucht, die zur Gründung der Dritten Internationale führten. Die Kommunistische Internationale bildet in dieser Periode den zentralen Bezugspunkt für die sich neu formierenden revolutionären Parteien Europas, insbesondere für die KPD. Der III. Weltkongress nimmt dabei eine Schlüsselstellung ein: Mit seiner Ausrichtung auf eine langfristige, massenorientierte revolutionäre Strategie – maßgeblich geprägt durch Lenin – wird er zu einem Wendepunkt für die Orientierung der deutschen Arbeiterbewegung.

    Im Zentrum steht der Kampf der Arbeiterklasse und der anderen Werktätigen unter Führung der KPD für die Verteidigung und Erweiterung demokratischer Rechte und Freiheiten gegenüber den Machtpositionen der Konterrevolution. Die Periode 1919 bis 1923 wird hierbei als Formierungsphase der KPD zur revolutionären Massenpartei betrachtet. Die Konstituierung der Weimarer Republik, der Versailler Vertrag und die daraus resultierenden ökonomischen und politischen Krisen bilden den Hintergrund für diesen Prozess.

    Das Modul behandelt die entscheidenden politischen Auseinandersetzungen: die Haltung der KPD zur SPD, den Kampf gegen den Kapp-Putsch, die Vereinigung des linken Flügels der USPD mit der KPD sowie die Massenmobilisierungen, die zum Sturz der Regierung Cuno führten. Die Jahre 1923 stehen im Zeichen des Kampfes um die soziale und nationale Befreiung des deutschen Volkes – ein revolutionärer Höhepunkt der gesamten Nachkriegsperiode.

    Durch die methodische Verbindung von internationalem Kontext, Klassenanalyse und organisationsgeschichtlichen Entwicklungen vermittelt das Modul ein umfassendes Verständnis der politischen Kämpfe, Strategien und Perspektiven, die die KPD zwischen 1919 und 1923 prägten.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 30.08.2026

    Literatur

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    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 14 – Linksradikalismus und III. Internationale

    Modul 14 – Linksradikalismus und III. Internationale

    Modul 14 – Linksradikalismus und III. Internationale

    Das Modul widmet sich Lenins Schrift Der „linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus und ihren Schlussfolgerungen aus Revolution und Bürgerkrieg. Im Mittelpunkt stehen die Bestimmung des Bolschewismus als Produkt konkreter Klassenkämpfe, der Kampf gegen Sektierertum und Opportunismus sowie Fragen von Partei, Klasse und Führung. Behandelt werden Übergangsformen zur proletarischen Revolution, Mehrheitsgewinnung und Bündnispolitik. Der III. Weltkongress der Kommunistischen Internationale markiert den Übergang zu einer strategisch reflektierten, massenorientierten Politik und bildet den historischen Rahmen des Moduls.

    Juli 2026

    29.06.2026 – 26.07.2026

    Vorlesung: 28.06.2026

    Modulbeschreibung

    Dieses Modul widmet sich Lenins Schrift Der „linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus (1920), in der er aus den Erfahrungen der russischen Revolution und des Bürgerkriegs strategische Schlussfolgerungen für die kommunistische Weltbewegung zieht. Lenin bestimmt den Bolschewismus als Ergebnis konkreter Klassenkämpfe und hebt hervor, dass seine Erfahrungen – insbesondere die erfolgreiche Allianz von Arbeitern und Bauern – für die kommunistischen Parteien Westeuropas von grundlegender Bedeutung sind. Ziel der Schrift ist es, jene Elemente herauszuarbeiten, die „allgemein anwendbar“ und „allgemeiner Gültigkeit“ sind.

    Im Zentrum steht die Frage nach den Formen des Übergangs zur proletarischen Revolution. Dazu gehören der Kampf gegen Sektierertum, die Gewinnung der Mehrheit der Arbeiterklasse sowie eine bewusste Bündnispolitik mit der Bauernschaft. Der Bolschewismus wurde – so Lenin – gerade in der Auseinandersetzung mit inneren Gegnern der Arbeiterbewegung stark: gegen linksradikales Abenteurertum ebenso wie gegen rechtsopportunistische Anpassung. Stets geht es um die richtige Bestimmung der Beziehungen zwischen Partei und Klasse, zwischen Führung und Massen. Fundamental ist dabei die Notwendigkeit einer straff organisierten, zentralisierten und zugleich tief in den Massen verankerten Partei.

    Dieses Spannungsfeld prägte auch den III. Weltkongress der Kommunistischen Internationale, der maßgeblich durch Lenins Auftreten und die im Linken Radikalismus formulierten Gedanken bestimmt wurde. Der Kongress markiert den Übergang von spontan-revolutionären Erwartungen zu einer strategisch reflektierten, massenorientierten Politik der kommunistischen Parteien.

    Im Modul lesen die Teilnehmenden die Schrift Der linke Radikalismus im Zusammenhang mit ihrem unmittelbaren historischen Kontext. Die Vorlesung behandelt die strategischen Auseinandersetzungen innerhalb der Kommunistischen Internationale und bereitet das folgende Modul vor, das sich ausführlich dem III. Weltkongress selbst widmet – insbesondere der Entwicklung der KPD, ihrer Rezeption des Kongresses und ihrem Aufbau- und Kampfkurs nach der Niederlage der Novemberrevolution.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 28.06.2026

    Literatur

    Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

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  • Modul 13 – Novemberrevolution

    Modul 13 – Novemberrevolution

    Modul 13 – Novemberrevolution

    Das Modul behandelt die revolutionäre Krise in Deutschland am Ende des Ersten Weltkriegs. Ausgehend von der Erschöpfung des Landes, den massenhaften Antikriegsbewegungen und der Delegitimierung des kaiserlich-imperialistischen Regimes wird die Zuspitzung der Lage nachgezeichnet. Im Mittelpunkt stehen der Januarstreik 1918, die Niederlage von Imperialismus und Militarismus sowie die Novemberrevolution mit Sturz der Monarchie, Rätestrukturen und Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte. Der Kampf revolutionärer Kräfte, die Gründung der KPD und die Niederlage der Arbeiterklasse bilden den Abschluss.

    Juni 2026

    01.06.2026 – 28.06.2026

    Vorlesung: 31.05.2026

    Modulbeschreibung

    Das Modul untersucht die revolutionäre Krise in Deutschland am Ende des Ersten Weltkriegs. Ausgangspunkt ist die gesellschaftliche und politische Lage Ende 1917: die Erschöpfung des Landes, das Anwachsen massenhafter Antikriegsbewegungen und die fortschreitende Delegitimierung des kaiserlich-imperialistischen Regimes. Die internationale Dimension – insbesondere die Wirkung der Oktoberrevolution auf Deutschland – wird als Katalysator für die Entstehung einer revolutionären Krise in Deutschland.

    Im Zentrum stehen der Januarstreik von 1918, die Niederlage des deutschen Imperialismus und Militarismus und das Entstehen einer offenen revolutionären Situation. Das Modul rekonstruiert die Versuche der herrschenden Klassen, ihre Machtpositionen zu retten, sowie die strategischen Aufgaben, die sich für die revolutionären Kräfte daraus ergaben. Die Reichskonferenz der Spartakusgruppe bildet einen wichtigen Vorbereitungsort der kommenden Ereignisse.

    Die Novemberrevolution wird in ihrem gesamten Verlauf bis zum ersten Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte (November–Dezember 1918) behandelt: der Ausbruch der Revolution, der Sturz der Monarchie, die Bildung des Rates der Volksbeauftragten und der Aufbau der Rätestrukturen. Besonderes Augenmerk gilt der Rolle der Arbeiter- und Soldatenräte als Organen des embryonalen revolutionären Machtpotentials.

    Das Modul diskutiert den Kampf des Spartakusbundes und anderer revolutionärer Kräfte für die Weiterführung der Revolution sowie ihren Widerstand gegen die sich formierende Konterrevolution. Der Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte, seine politischen Weichenstellungen und seine Grenzen bilden einen zentralen Brennpunkt der Analyse.

    Den Abschluss des Moduls bildet die Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und die Bewertung der Niederlage der Arbeiterklasse in der Novemberrevolution. Dabei werden die politischen, organisatorischen und strategischen Ursachen dieser Niederlage herausgearbeitet sowie ein Ausblick auf die Formierungsphase der KPD gegeben.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 31.05.2026

    Literatur

    Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 12 – Oktoberrevolution

    Modul 12 – Oktoberrevolution

    Modul 12 – Oktoberrevolution

    Das Modul behandelt die revolutionäre Phase von der Februarrevolution bis zur erfolgreichen sozialistischen Oktoberrevolution sowie die erste Phase des folgenden Bürgerkrieges. Vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, der Krise des Zarenreichs und der Lage der russischen Arbeiterklasse spitzen sich die Kämpfe der Arbeiterbewegung zu. Im Mittelpunkt stehen der Sturz des Zarismus, die Doppelherrschaft von Sowjets und provisorischer Regierung sowie Lenins Rückkehr nach Russland und seine die Aprilthesen.

    April 2026

    30.03.2026 – 26.04.2026

    Vorlesung: 29.03.2026

    Modulbeschreibung

    Das Modul behandelt die revolutionäre Phase von der Februarrevolution bis zur erfolgreichen großen sozialistischen Oktoberrevolution und schließlich die erste Phase des folgenden Bürgerkrieges. Hintergrund bildet dabei der Verlauf des Ersten Weltkriegs, die Krise des Zarenreichs und die Lage der russischen Arbeiterklasse. Die Kämpfe der russischen Arbeiterbewegung für ein Ende des imperialistischen Weltkriegs bilden den Rahmen, in dem sich die revolutionären Ereignisse zuspitzten.

    Die Oktoberrevolution stellt einen historischen Wendepunkt für die internationale Arbeiterbewegung dar, an dem Krise, Krieg und Klassenkampf in einer revolutionären Moment zusammentreffen. Das Modul analysiert die Februarrevolution, den Sturz des Zarismus und die Phase der Doppelherrschaft zwischen Sowjets und Provisorischer Regierung. Im Zentrum stehen die politischen, sozialen und ökonomischen Dynamiken, die nach dem ersten Sturz des Regimes eine rasante Verschiebung der Kräfteverhältnisse ermöglichten und die Arbeiterbewegung in eine neue historische Rolle drängten.

    Mit Lenins Rückkehr nach Petrograd und der Veröffentlichung der Aprilthesen gewinnt der revolutionäre Prozess eine neue strategische Klarheit. Die Bolschewiki treten aus der Illegalität heraus, entwickeln eine offene politische Praxis und bereiten gezielt den Übergang von der bürgerlich-demokratischen Phase hin zur sozialistischen Revolution vor. Die Krise der provisorischen Regierung, der wachsende Einfluss der Bolschewiki in den Sowjets sowie der Oktoberaufstand und die Verhaftung der Regierung markieren die entscheidenden Stationen des revolutionären Durchbruchs. Abschließend behandelt das Modul die ersten Monate der Festigung der Sowjetmacht und den VII. Parteitag und gibt somit einen Ausblick auf den drohenden Bürgerkrieg und die Aufgabe der Verteidigung der Revolution.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 29.03.2026

    Literatur

    Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Zur Rolle der Philosophie

    Zur Rolle der Philosophie

    Zur Rolle der Philosophie

    Es geht um die Frage nach dem „Ende“ aller „seitheriger“ Philosophie, wie es im gängigen Verständnis sinngemäß aus der deutschen Ideologie, der Feuerbachthese oder der Einleitung zur Kritik der hegelschen Rechtsphilosophie entnommen wird. Hierbei geht es Marx selbstverständlich nicht um eine Verneinung der Philosophie als Ganzes oder des philosophischen Denkens bis dato, sondern vielmehr will…

    Julian Lämmrich

    In diesem Kommentar möchte ich kurz in eine Problemstellung einleiten, die unter anderem innerhalb des Lesezirkels in Leipzig angeschnitten wurde. Vorab sei erwähnt, dass es sich hier keinesfalls um eine ausführliche Darstellung oder gar Analyse dieser Problematik handelt, sondern lediglich ein paar Schlaglichter auf die m.E. relevanten Punkte dieser Frage- und Problemstellung geworfen werden.

    Es geht um die Frage nach dem „Ende“ aller „seitheriger“ Philosophie, wie es im gängigen Verständnis sinngemäß u.a. aus der deutschen Ideologie, der Feuerbachthese oder der Einleitung zur Kritik der hegelschen Rechtsphilosophie entnommen wird. Hierbei geht es Marx selbstverständlich nicht um eine Verneinung der Philosophie als Ganzes oder des philosophischen Denkens bis dato, sondern vielmehr will er darauf hinaus, dass es um eine bestimmte Rolle und einen Zweck der Philosophie geht. Zusammenfassend lässt es sich mit der elften Feuerbachthese relativ sinnvoll bestimmen. Marx meint hier: „Die Philosophenhaben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt darauf an, sie zu verändern.“ Quelle: Thesen überFeuerbach – MEW Band 3, S. 7

    Es kam daraufhin zur Frage, ob es denn demnach auch eine explizit marxsche Methodik gäbe und ob Marx unter anderem aufbauend auf der elften Feuerbachthese, eine eigene Methode bzw. Methodik entwickelt hätte, bzw. Ansätze zu finden sind, wo man dies erkennen könne. Ausgangspunkt dieser Überlegung innerhalb des Lesezirkels war die entscheidende Pointe, die mit dem oben genannten Zitat deutlich wird: Philosophie muss als etwas Praxisbezogenes verstanden werden. Als Werkzeug für den Klassenkampf, wenn man so will.

    Was hierbei ebenfalls sehr deutlich wird, ist die Frage nach der Philosophie selbst. Also durch was und wie begründet sie sich eigentlich? Was und warum nennt man „Philosophie“ oder das „Philosophieren“. Es wird sehr schnell klar, dass es hier keine absolute und fixe Antwort gibt. Marx selbst hat sich dieser Fragestellung sehr arbeitsintensiv und systematisch angenähert, um nicht zu sagen: er hat aller seitherige Philosophie im Prozess der Auseinandersetzung mit der Philosophie als Philosophie aufgehoben. Das Prinzip der Aufhebung und Verwirklichung der Philosophie spielt bei den philosophischen Frühschriften von Marx eine m.E. explizit und implizit zentrale Rolle. Ein schönes Beispiel dafür ist diese Formulierung aus der Einleitung zur Kritik der hegelschen Rechtsphilosophie. Hier heißt es: „Der Kopf dieser Emanzipation ist die Philosophie,ihr Herz das Proletariat. Die Philosophie kann sich nicht verwirklichen ohne die Aufhebung desProletariats, das Proletariat kann sich nicht aufheben ohne die Verwirklichung der Philosophie.“ Quelle: ZurKritik der hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung – MEW Band 1, S. 391

    An dieser Stelle wird meiner Meinung nach schon sehr sichtbar, wie wichtig Marx die Bestimmung der Philosophie gewesen ist und wie er den Zusammenhang und damit auch die Widersprüchlichkeit der Philosophie zwischen Proletariat und Philosophie be- und anmerkte. Allgemeines Ziel unserer heutigen Beschäftigung mit der Frage rund um die dialektische Philosophie muss es sein, eine Form der Begründung darum zu entwickeln und herauszuarbeiten, wie und an welchen Stellen sich die dialektische Philosophie gesellschaftlich materialisiert, also faktisch politisch werden lässt.

    Marx war Schüler und Kritiker der klassisch bürgerlichen Philosophie, bzw. des deutschen Idealismus. Seine Bezugnahme auf ganz bestimmte Grundlagen und Erkenntnisse dieser Denkschule, ist bis heute relevant für unser Verständnis der marxistischen Philosophie. Ich denke, dass auf diesem Gebiet noch einiges an Reflexionsleistung erbracht werden muss, um besser zu verstehen, wie wir das Wesentliche der Methodik bei Marx und die Methodik als Wesentliches in der Philosophie selbst verstehen und bestimmen müssen. Der geschichtsphilosophische Zugang zu dieser Frage ist hierbei für mich entscheidend, denn nur im Verständnis einer bestimmten Entwicklung, also im Prozess, man könnte auch sagen: im Werden begriffen, wird es möglich sein, die Quellen und Bestandteile unserer Philosophie zu verstehen.

    Darin liegt meiner Meinung nach auch die Antwort auf die oben angedeutete Frage des Lesezirkels der eigenen Methode bei Marx oder beim Marxismus. Kern seiner Überlegung war es, die bis- oder seitherige Philosophie in ein Verhältnis zur Realentwicklung der materiellen Basis, bzw. dem revolutionären Subjekt der jeweiligen Epoche zu setzen und zu schauen, wie und ob sich daraus progressive Praxis entwickelt hat. Diese Parteilichkeit der Philosophie ist nichts rein Gedachtes, sondern etwas aus den Verhältnissen selbst Hervorgehendes, etwas notwendig Werdendes, d.h. im Klassenkampf Entwickeltes.

    Innerhalb dieses Versuchs bzw. im Herangehen an die Frage und die Philosophie zu Marxens Zeiten selbst und dem nicht abgeschlossenen, sondern lediglich aufgeworfenen und begonnenen Prozess des Aufhebens und Verwirklichens der Philosophie, liegt ebenso der Charakter der marxschen Philosophie, weil sie ein fundamental anderes Bild auf Geschichte, Gesellschaft und Methodik möglich und greifbar macht. Es ist sozusagen ein umgestülptes Verhältnis in Form eines Perspektivwechsels vom handelnden Subjekt zumObjekt möglich, das es erlaubt, nicht nur mehr zuzuschauen, sondern einzugreifen, weil das eigene Sein begründet ist im Werden und die Philosophie ab diesem Punkt keine Einzeldisziplin mehr sein kann, die sich hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt, wie man das beispielsweise aus Strömungen der bürgerlichen Philosophie kennt, die in letzter Instanz immer die bestehenden Verhältnisse legitimieren oder „neu“ erfinden sollen.

    Zum Schluss möchte ich nochmal betonen, wie relevant die Beschäftigung mit der Rolle und dem Zweck derPhilosophie für uns als Kommunisten ist. Es geht darum, die Philosophie als etwas parteilich politisches zuverteidigen und den Moment des Aufhebens und Verwirklichens der Philosophie in den Vordergrund zurücken. Es ist deshalb von Relevanz, unsere weltanschauliche Grundlage des dialektischen Materialismusund die darin zur Geltung kommende materialistische Dialektik als Methode, vor den Vorstellungen einervon den Fragen unserer Zeit losgelösten Einzeldisziplin zu schützen, d.h. den Charakter der Philosophie im marxschen Sinne zu schützen. Dies gelingt nur dann, wenn wir die Philosophie als wesentlichen Bestandteil einer kommunistischen Organisation oder Partei verstehen und sie sich in den konkreten Erfahrungen und theoretischen Diskussionen entfalten kann, die zugeschnitten sind auf programmatische Schritte der Organisation selbst.

    Titelbild: Cover der 1. Auflage des Elend der Philosophie von Karl Marx, veröffentlicht auf Französisch im Jahr 1847, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mis%C3%A8re_de_la_philosophie.jpg (zuletzt aufgerufen am 16.11.2025)

  • Modul 11 – Lenins Imperialismustheorie

    Modul 11 – Lenins Imperialismustheorie

    Modul 11 – Lenins Imperialismustheorie

    Der Weltkrieg und der Verrat der Führung der Arbeiterbewegung warfen die Frage nach den Ursachen und der Analyse des Kapitalismus mit Wucht auf. In die bereits entstandene Imperialismusdiskussion schaltete sich Lenin mit einer sowohl theoretischen als auch agitatorischen Schrift ein, die bis heute wichtiger Bezugspunkt und zugleich umstritten ist. Das Modul behandelt, in welcher Debatte die Schrift entstand, welche anderen Analysen es gab und was die wichtigsten Inhalte sind. Wir reißen an, welche Diskussionen auf Lenins Schrift folgten.

    März 2025

    01.03.2026 – 29.03.2026

    Vorlesung: 01.03.2026

    Modulbeschreibung

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trat der Kapitalismus in eine neue Entwicklungsphase ein: den Imperialismus. Gekennzeichnet durch die Monopolisierung der Wirtschaft, die Verschmelzung von Bank- und Industriekapital zum Finanzkapital sowie die Neuaufteilung der Welt unter den Großmächten, führte diese Epoche zu verschärften internationalen Rivalitäten und schließlich zum Ersten Weltkrieg. Für die Arbeiterbewegung stellte sich die zentrale Frage: Wie auf diesen Krieg reagieren – im Sinne der „Vaterlandsverteidigung“ oder mit dem Ziel, ihn in eine Revolution zu verwandeln?

    In dieser Situation verfasste Lenin 1916 Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus (veröffentlicht 1917). Er knüpfte an Hinweise von Marx und Engels auf die zunehmende Konzentration des Kapitals sowie an zeitgenössische Arbeiten von Hobson, Hilferding und Luxemburg an. Gleichzeitig setzte er sich mit den Auffassungen anderer Strömungen auseinander – von Kautskys „Ultraimperialismus“ bis zu Hilferdings Vorstellung eines „Generalkartells“.

    Lenin beschrieb den Imperialismus nicht als Abweichung, sondern als notwendiges Stadium des Kapitalismus – und als „Vorabend der sozialen Revolution des Proletariats“. Er verband diese Analyse mit einer neuen strategischen Überlegung: Der Sozialismus könne zunächst in einem einzelnen kapitalistischen Land siegen, ohne auf einen gleichzeitigen Umsturz in allen Ländern angewiesen zu sein.

    Das Modul ordnet Lenins Schrift in den historischen Kontext des Ersten Weltkriegs und der Spaltung der internationalen Arbeiterbewegung ein. Es stellt die theoretischen Vorarbeiten und Debatten um den Imperialismus-Begriff vor und beleuchtet, wie Lenins Analyse zeitgenössisch in Russland, Deutschland und international aufgenommen wurde.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 04.03.2026

    Literatur

    Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 10 – Weltkrieg und Verrat

    Modul 10 – Weltkrieg und Verrat

    Modul 10 – Weltkrieg und Verrat

    Die Entstehung des Imperialismus musste zwangsläufig zu einem großen Krieg führen, in dem die rivalisierenden Mächte kämpfen. 1914 stellt einen Wendepunkt sowohl für die Herrschenden als auch für die Arbeiterbewegung dar. Verrat der Sozialdemokratie, Massenabschlachten. Auf Krieg und Elend folgen Revolution und das Verschwinden ganzer Staaten. In diesem Modul geht es zunächst darum, warum der Krieg von einer starken Arbeiterbewegung nicht verhindert werden konnte und wie es zum Zusammenbruch der II. Internationale kam. Die Veränderungen der deutschen Sozialdemokratie stehen im Zentrum, auch als Vorbereitung für die KPD-Gründung, die in einem späteren Modul behandelt wird.

    Februar 2026

    01.02.2026 – 01.03.2026

    Vorlesung: 01.02.2026

    Modulbeschreibung

    Im Jahr 1914 erreichten die imperialistischen Spannungen in Europa ihren Höhepunkt. Deutschland drängte mit seinem industriellen Aufstieg und seiner Flottenpolitik auf eine Neuaufteilung der Welt. Koloniale Konflikte, Rivalitäten um Handelswege und Einflusssphären verschärften die Konkurrenz mit England, Frankreich und Russland. Die imperialistischen Staaten bereiteten sich auf einen offenen Krieg gegeneinander vor.

    In dieser Zuspitzung stand auch die Arbeiterbewegung unter Druck. Die deutsche Sozialdemokratie, einst stärkste Kraft der II. Internationale, hatte sich in den Jahren zuvor schrittweise den Interessen des deutschen Kapitals angenähert. Reformorientierte und opportunistische Strömungen gewannen die Oberhand über revolutionäre Positionen. Der Bruch kam im August 1914: Die SPD-Fraktion stimmte den Kriegskrediten zu und stellte sich damit hinter den Kurs des Imperialismus. Das Versprechen proletarischen Internationalismus’ wurde aufgegeben – der Krieg erhielt politische und moralische Rückendeckung.

    Das Modul untersucht diesen Wendepunkt aus der Perspektive der Arbeiterklasse und der Kommunisten. Es fragt, warum es nicht gelang, den Krieg zu verhindern, und welche Folgen der Zusammenbruch der II. Internationale für die Bewegung hatte. Im Mittelpunkt stehen die Veränderungen in der deutschen Sozialdemokratie, die wachsende Spaltung zwischen revolutionären und opportunistischen Strömungen sowie die Entwicklungen während des Krieges selbst: die Verschärfung der Ausbeutung, staatliche Repression und der Widerstand gegen den Krieg.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 01.02.2026

    Literatur

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    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 9 – Parteifrage

    Modul 9 – Parteifrage

    Modul 9 – Parteifrage

    Die Entwicklung des Kapitalismus zum Imperialismus führten zu einer Verschärfung des Klassenkampfs und damit auch zu neuen Bedingungen und Herausforderungen für die Arbeiterparteien. Das russische Proletariat in seinem Kampf gegen den extrem repressiven Zarismus war zu einer tiefen Befassung mit der Parteifrage gezwungen. Lenins Werk „Was tun?“ ist ein Meilenstein für die Bildung neuer Kampforganisationen. Und zugleich eine wichtige Auseinandersetzung mit anderen Auffassungen und deren Wirkungen. Das Modul behandelt sowohl das Werk als auch die damalige Debatte.

    Januar 2026

    04.01.2026 – 31.01.2026

    Vorlesung: 04.01.2026

    Modulbeschreibung

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich die russische Arbeiterbewegung noch im Aufbau. Die Industrialisierung hatte in den 1890er Jahren eine neue Arbeiterschaft hervorgebracht, doch Zarismus, Zensur und Polizeiwillkür setzten jeder offenen politischen Betätigung enge Grenzen. Marxistische Zirkel und illegale Publikationen versuchten unter diesen Bedingungen, Klassenbewusstsein zu fördern und Widerstand zu organisieren.

    Innerhalb der russischen Sozialdemokratie entbrannte eine Grundsatzdebatte: Reicht die spontane Dynamik von Streiks und ökonomischen Kämpfen aus, um zur Revolution zu führen? Oder braucht es eine bewusste, straff organisierte politische Führung? Die Vertreter des „Ökonomismus“ setzten vor allem auf betriebliche Verbesserungen und betrachteten politische Agitation als nachrangig.

    Lenin widersprach entschieden. In seiner 1902 erschienenen Schrift Was tun? argumentierte er, dass spontane Kämpfe nur ein gewerkschaftliches, „trade-unionistisches“ Bewusstsein hervorbringen könnten. Revolutionäres Klassenbewusstsein entstehe nur durch die bewusste Vermittlung sozialistischer Theorie – getragen von einer disziplinierten, konspirativ arbeitenden Kaderpartei. Diese Organisation müsse in der Lage sein, den Kampf über das Ökonomische hinaus auf die politische Ebene zu heben: gegen den Zarismus, gegen die kapitalistische Ausbeutung, für die sozialistische Revolution.

    Das Modul untersucht die Entstehung und die Kernaussagen von Was tun?, ordnet sie in die Debatten der russischen Sozialdemokratie ein und beleuchtet ihre internationale Wirkung. Auch die Reaktionen in Deutschland – von Zustimmung bis scharfer Kritik – zeigen, dass die Organisationsfrage zu den zentralen Streitpunkten der sozialistischen Bewegung dieser Zeit gehörte.

    Vorlesung

    Hier verlinken wir die Vorlesung, sobald sie bei YouTube online ist.

    Hier verlinken wir das Skript zur Vorlesung, sobald die Vorlesung gehalten wurde.

    Vorlesung: 04.01.2026

    Literatur

    Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.