Kategorie: Modul

  • Modul 16 – Aufbau des Sozialismus in einem Land

    Modul 16 – Aufbau des Sozialismus in einem Land

    Modul 16 – Aufbau des Sozialismus in einem Land

    Das Modul behandelt die Übergangsperiode der Sowjetunion vom Ende des Bürgerkriegs zum Beginn des sozialistischen Aufbaus. Ausgehend von den Bedingungen des Bürgerkriegs und der Festigung der Sowjetmacht steht der X. Parteitag mit dem Übergang zur Neuen Ökonomischen Politik im Mittelpunkt. Behandelt werden die Rolle der Partei, innerparteiliche Auseinandersetzungen und die Entstehung des Trotzkismus. Die Umgestaltungen der späten 1920er Jahre – Industrialisierung, Kollektivierung und erster Fünfjahresplan – sowie der Tod Lenins markieren zentrale Einschnitte dieser Phase.

    Oktober 2026

    28.09.2026 – 25.10.2026

    Vorlesung: 27.09.2026

    Modulbeschreibung

    Das Modul behandelt die entscheidende Übergangsperiode der Sowjetunion vom Bürgerkrieg zum Beginn des umfassenden sozialistischen Aufbaus. Ausgangspunkt ist die Analyse der Bedingungen und Ergebnisse des Bürgerkriegs sowie der Rolle der Bolschewistischen Partei bei der Verteidigung und Festigung der Sowjetmacht. Der X. Parteitag der KPR(B) markiert dabei einen zentralen Einschnitt: Mit dem Übergang zur Neuen Ökonomischen Politik (NÖP) reagiert die Partei auf die ökonomischen und sozialen Erschöpfungszustände des Landes und entwickelt neue Formen des Klassenkampfes unter den Bedingungen des Friedens.

    Im Zentrum des Moduls steht die Rolle der Partei als führende Kraft im Aufbau des Sozialismus. Die Auseinandersetzungen um Strategie  und Formen dieses Aufbaus spiegeln sich in der Entstehung innerparteilicher oppositioneller Strömungen wider. Besonderes Gewicht wird auf die Genese und den politischen Inhalt des Trotzkismus gelegt, dessen Kritik an der Entwicklung der Sowjetunion exemplarisch für grundlegende Fragen der Revolutionstheorie, der Parteiführung und der internationalen Perspektive steht. Die kritische Lektüre ausgewählter Texte Trotzkis ermöglicht eine fundierte Auseinandersetzung mit diesen Konfliktlinien.

    Darüber hinaus behandelt das Modul die großen Umgestaltungsprozesse der späten 1920er Jahre: Industrialisierung, Kollektivierung der Landwirtschaft und den ersten Fünfjahresplan als Antwort auf die ökonomische Rückständigkeit und die äußeren Bedrohungen des sozialistischen Staates. Der Tod Lenins bildet einen historischen Einschnitt, an dem sich die offenen Fragen der Führung, der Strategie und der weiteren Entwicklung der Sowjetunion zuspitzen.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 27.09.2026

    Literatur

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    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 17 – Weimarer Kämpfe und Bolschewisierung

    Modul 17 – Weimarer Kämpfe und Bolschewisierung

    Modul 17 – Weimarer Kämpfe und Bolschewisierung

    Das Modul behandelt die Phase der Bolschewisierung der KPD zwischen 1924 und dem Herbst 1929. Ausgehend von der Niederlage der Kämpfe von 1923 und der relativen Stabilisierung des Kapitalismus in der Weimarer Republik steht der Kampf gegen das Wiedererstarken von Imperialismus und Militarismus im Mittelpunkt. Unter Führung Ernst Thälmanns wird die KPD zur bolschewistischen Massenpartei geformt. Behandelt werden innerparteiliche Auseinandersetzungen, zentrale politische Konfliktfelder der 1920er Jahre sowie der Versuch, die Arbeiterklasse zu organisieren und eine konsequente antiimperialistische Linie zu entwickeln.

    November 2026

    26.10.2026 – 22.11.2026

    Vorlesung: 25.10.2026

    Modulbeschreibung

    Dieses Modul behandelt die Phase der Bolschewisierung der KPD zwischen 1924 und dem Herbst 1929. Ausgangspunkt ist die Niederlage der revolutionären Kämpfe von 1923, einschließlich der Ruhrkämpfe und des Hamburger Aufstands, die das Ende der unmittelbaren Nachkriegskrise markieren. In der Weimarer Republik setzt daraufhin eine Phase relativer Stabilisierung des Kapitalismus ein, die wesentlich durch amerikanisches Kapital und die Neuordnung der imperialistischen Mächteverhältnisse getragen wird. Die ökonomischen Lasten werden auf die Werktätigen abgewälzt, während der deutsche Imperialismus und Militarismus rasch wiedererstarken und die SPD ihren reformistischen Kurs weiter ausbaut.

    Vor diesem Hintergrund skizziert das Modul den Kampf der Arbeiterklasse und anderer Werktätiger unter Führung der KPD gegen die Reorganisation der Herrschaft des deutschen Imperialismus. Unter Ernst Thälmann wird das Zentralkomitee neu formiert und die KPD zu einer bolschewistischen Massenpartei entwickelt. Zentral ist in dieser Periode das Ringen um eine klare, konsequente revolutionäre Linie im Einklang mit den strategischen Beschlüssen der Kommunistischen Internationale unter Führung der Sowjetunion.

    Ein Schwerpunkt liegt auf den innerparteilichen Auseinandersetzungen gegen sogenannte „linke“ und „rechte“ Abweichungen, die Ausdruck der sozialen und politischen Kämpfe der Zeit sind. Die Bolschewisierung der Partei bedeutet dabei nicht nur organisatorische Neuformierung, sondern vor allem ideologisch-politische Festigung, die die Einheit der Partei im Klassenkampf gewährleisten soll.

    Inhaltlich behandelt das Modul die großen politischen Konfliktfelder der zweiten Hälfte der 1920er Jahre: den Kampf gegen die Verträge von Locarno, den Kampf gegen die Fürstenabfindung, die Auseinandersetzung um die nationale Frage sowie das Wiederaufflammen von Massenkämpfen gegen Ende des Jahrzehnts. Die KPD versucht in dieser Phase, die Arbeiterklasse in der Verteidigung ihrer sozialen und politischen Rechte zu organisieren und zugleich eine klare antiimperialistische Perspektive zu entwickeln.

    Das Modul zeigt damit die Entwicklung der KPD von einer Partei der revolutionären Krisenjahre hin zu einer Massenpartei, die unter der Führung der Kommunistischen Internationale und Sowjetunion um die richtige bolschewistische Linie ringt.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 25.10.2026

    Literatur

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  • Modul 15 – Aufbau der KPD und die III. Internationale

    Modul 15 – Aufbau der KPD und die III. Internationale

    Modul 15 – Aufbau der KPD und die III. Internationale

    Das Modul behandelt die von tiefen Erschütterungen geprägte revolutionäre Nachkriegskrise in Deutschland. Ausgehend von Niederlage im Ersten Weltkrieg und den ungelösten Aufgaben der Novemberrevolution werden die Kräfteverhältnisse beleuchtet, die zur Gründung der Dritten Internationale führten. Die Kommunistische Internationale und der III. Weltkongress bilden dabei zentrale Bezugspunkte für die Orientierung der KPD. Im Mittelpunkt stehen die Formierungsphase der KPD zwischen 1919 und 1923, der Kampf gegen Konterrevolution, Kapp-Putsch und Regierung Cuno sowie die politischen und sozialen Krisen der Weimarer Republik.

    September 2026

    31.08.2026 – 27.09.2026

    Vorlesung: 30.08.2026

    Modulbeschreibung

    Das Modul behandelt die dramatische und von tiefen gesellschaftlichen Erschütterungen geprägte Phase der revolutionären Nachkriegskrise in Deutschland. Ausgehend von der Niederlage im Ersten Weltkrieg und den ungelösten Aufgaben der Novemberrevolution werden die internationalen und nationalen Kräfteverhältnisse untersucht, die zur Gründung der Dritten Internationale führten. Die Kommunistische Internationale bildet in dieser Periode den zentralen Bezugspunkt für die sich neu formierenden revolutionären Parteien Europas, insbesondere für die KPD. Der III. Weltkongress nimmt dabei eine Schlüsselstellung ein: Mit seiner Ausrichtung auf eine langfristige, massenorientierte revolutionäre Strategie – maßgeblich geprägt durch Lenin – wird er zu einem Wendepunkt für die Orientierung der deutschen Arbeiterbewegung.

    Im Zentrum steht der Kampf der Arbeiterklasse und der anderen Werktätigen unter Führung der KPD für die Verteidigung und Erweiterung demokratischer Rechte und Freiheiten gegenüber den Machtpositionen der Konterrevolution. Die Periode 1919 bis 1923 wird hierbei als Formierungsphase der KPD zur revolutionären Massenpartei betrachtet. Die Konstituierung der Weimarer Republik, der Versailler Vertrag und die daraus resultierenden ökonomischen und politischen Krisen bilden den Hintergrund für diesen Prozess.

    Das Modul behandelt die entscheidenden politischen Auseinandersetzungen: die Haltung der KPD zur SPD, den Kampf gegen den Kapp-Putsch, die Vereinigung des linken Flügels der USPD mit der KPD sowie die Massenmobilisierungen, die zum Sturz der Regierung Cuno führten. Die Jahre 1923 stehen im Zeichen des Kampfes um die soziale und nationale Befreiung des deutschen Volkes – ein revolutionärer Höhepunkt der gesamten Nachkriegsperiode.

    Durch die methodische Verbindung von internationalem Kontext, Klassenanalyse und organisationsgeschichtlichen Entwicklungen vermittelt das Modul ein umfassendes Verständnis der politischen Kämpfe, Strategien und Perspektiven, die die KPD zwischen 1919 und 1923 prägten.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 30.08.2026

    Literatur

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    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 14 – Linksradikalismus und III. Internationale

    Modul 14 – Linksradikalismus und III. Internationale

    Modul 14 – Linksradikalismus und III. Internationale

    Das Modul widmet sich Lenins Schrift Der „linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus und ihren Schlussfolgerungen aus Revolution und Bürgerkrieg. Im Mittelpunkt stehen die Bestimmung des Bolschewismus als Produkt konkreter Klassenkämpfe, der Kampf gegen Sektierertum und Opportunismus sowie Fragen von Partei, Klasse und Führung. Behandelt werden Übergangsformen zur proletarischen Revolution, Mehrheitsgewinnung und Bündnispolitik. Der III. Weltkongress der Kommunistischen Internationale markiert den Übergang zu einer strategisch reflektierten, massenorientierten Politik und bildet den historischen Rahmen des Moduls.

    Juli 2026

    29.06.2026 – 26.07.2026

    Vorlesung: 28.06.2026

    Modulbeschreibung

    Dieses Modul widmet sich Lenins Schrift Der „linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus (1920), in der er aus den Erfahrungen der russischen Revolution und des Bürgerkriegs strategische Schlussfolgerungen für die kommunistische Weltbewegung zieht. Lenin bestimmt den Bolschewismus als Ergebnis konkreter Klassenkämpfe und hebt hervor, dass seine Erfahrungen – insbesondere die erfolgreiche Allianz von Arbeitern und Bauern – für die kommunistischen Parteien Westeuropas von grundlegender Bedeutung sind. Ziel der Schrift ist es, jene Elemente herauszuarbeiten, die „allgemein anwendbar“ und „allgemeiner Gültigkeit“ sind.

    Im Zentrum steht die Frage nach den Formen des Übergangs zur proletarischen Revolution. Dazu gehören der Kampf gegen Sektierertum, die Gewinnung der Mehrheit der Arbeiterklasse sowie eine bewusste Bündnispolitik mit der Bauernschaft. Der Bolschewismus wurde – so Lenin – gerade in der Auseinandersetzung mit inneren Gegnern der Arbeiterbewegung stark: gegen linksradikales Abenteurertum ebenso wie gegen rechtsopportunistische Anpassung. Stets geht es um die richtige Bestimmung der Beziehungen zwischen Partei und Klasse, zwischen Führung und Massen. Fundamental ist dabei die Notwendigkeit einer straff organisierten, zentralisierten und zugleich tief in den Massen verankerten Partei.

    Dieses Spannungsfeld prägte auch den III. Weltkongress der Kommunistischen Internationale, der maßgeblich durch Lenins Auftreten und die im Linken Radikalismus formulierten Gedanken bestimmt wurde. Der Kongress markiert den Übergang von spontan-revolutionären Erwartungen zu einer strategisch reflektierten, massenorientierten Politik der kommunistischen Parteien.

    Im Modul lesen die Teilnehmenden die Schrift Der linke Radikalismus im Zusammenhang mit ihrem unmittelbaren historischen Kontext. Die Vorlesung behandelt die strategischen Auseinandersetzungen innerhalb der Kommunistischen Internationale und bereitet das folgende Modul vor, das sich ausführlich dem III. Weltkongress selbst widmet – insbesondere der Entwicklung der KPD, ihrer Rezeption des Kongresses und ihrem Aufbau- und Kampfkurs nach der Niederlage der Novemberrevolution.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 28.06.2026

    Literatur

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  • Modul 13 – Novemberrevolution

    Modul 13 – Novemberrevolution

    Modul 13 – Novemberrevolution

    Das Modul behandelt die revolutionäre Krise in Deutschland am Ende des Ersten Weltkriegs. Ausgehend von der Erschöpfung des Landes, den massenhaften Antikriegsbewegungen und der Delegitimierung des kaiserlich-imperialistischen Regimes wird die Zuspitzung der Lage nachgezeichnet. Im Mittelpunkt stehen der Januarstreik 1918, die Niederlage von Imperialismus und Militarismus sowie die Novemberrevolution mit Sturz der Monarchie, Rätestrukturen und Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte. Der Kampf revolutionärer Kräfte, die Gründung der KPD und die Niederlage der Arbeiterklasse bilden den Abschluss.

    Juni 2026

    01.06.2026 – 28.06.2026

    Vorlesung: 31.05.2026

    Modulbeschreibung

    Das Modul untersucht die revolutionäre Krise in Deutschland am Ende des Ersten Weltkriegs. Ausgangspunkt ist die gesellschaftliche und politische Lage Ende 1917: die Erschöpfung des Landes, das Anwachsen massenhafter Antikriegsbewegungen und die fortschreitende Delegitimierung des kaiserlich-imperialistischen Regimes. Die internationale Dimension – insbesondere die Wirkung der Oktoberrevolution auf Deutschland – wird als Katalysator für die Entstehung einer revolutionären Krise in Deutschland.

    Im Zentrum stehen der Januarstreik von 1918, die Niederlage des deutschen Imperialismus und Militarismus und das Entstehen einer offenen revolutionären Situation. Das Modul rekonstruiert die Versuche der herrschenden Klassen, ihre Machtpositionen zu retten, sowie die strategischen Aufgaben, die sich für die revolutionären Kräfte daraus ergaben. Die Reichskonferenz der Spartakusgruppe bildet einen wichtigen Vorbereitungsort der kommenden Ereignisse.

    Die Novemberrevolution wird in ihrem gesamten Verlauf bis zum ersten Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte (November–Dezember 1918) behandelt: der Ausbruch der Revolution, der Sturz der Monarchie, die Bildung des Rates der Volksbeauftragten und der Aufbau der Rätestrukturen. Besonderes Augenmerk gilt der Rolle der Arbeiter- und Soldatenräte als Organen des embryonalen revolutionären Machtpotentials.

    Das Modul diskutiert den Kampf des Spartakusbundes und anderer revolutionärer Kräfte für die Weiterführung der Revolution sowie ihren Widerstand gegen die sich formierende Konterrevolution. Der Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte, seine politischen Weichenstellungen und seine Grenzen bilden einen zentralen Brennpunkt der Analyse.

    Den Abschluss des Moduls bildet die Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und die Bewertung der Niederlage der Arbeiterklasse in der Novemberrevolution. Dabei werden die politischen, organisatorischen und strategischen Ursachen dieser Niederlage herausgearbeitet sowie ein Ausblick auf die Formierungsphase der KPD gegeben.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 31.05.2026

    Literatur

    Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 12 – Oktoberrevolution

    Modul 12 – Oktoberrevolution

    Modul 12 – Oktoberrevolution

    Das Modul behandelt die revolutionäre Phase von der Februarrevolution bis zur erfolgreichen sozialistischen Oktoberrevolution sowie die erste Phase des folgenden Bürgerkrieges. Vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, der Krise des Zarenreichs und der Lage der russischen Arbeiterklasse spitzen sich die Kämpfe der Arbeiterbewegung zu. Im Mittelpunkt stehen der Sturz des Zarismus, die Doppelherrschaft von Sowjets und provisorischer Regierung sowie Lenins Rückkehr nach Russland und seine die Aprilthesen.

    April 2026

    30.03.2026 – 26.04.2026

    Vorlesung: 29.03.2026

    Modulbeschreibung

    Das Modul behandelt die revolutionäre Phase von der Februarrevolution bis zur erfolgreichen großen sozialistischen Oktoberrevolution und schließlich die erste Phase des folgenden Bürgerkrieges. Hintergrund bildet dabei der Verlauf des Ersten Weltkriegs, die Krise des Zarenreichs und die Lage der russischen Arbeiterklasse. Die Kämpfe der russischen Arbeiterbewegung für ein Ende des imperialistischen Weltkriegs bilden den Rahmen, in dem sich die revolutionären Ereignisse zuspitzten.

    Die Oktoberrevolution stellt einen historischen Wendepunkt für die internationale Arbeiterbewegung dar, an dem Krise, Krieg und Klassenkampf in einer revolutionären Moment zusammentreffen. Das Modul analysiert die Februarrevolution, den Sturz des Zarismus und die Phase der Doppelherrschaft zwischen Sowjets und Provisorischer Regierung. Im Zentrum stehen die politischen, sozialen und ökonomischen Dynamiken, die nach dem ersten Sturz des Regimes eine rasante Verschiebung der Kräfteverhältnisse ermöglichten und die Arbeiterbewegung in eine neue historische Rolle drängten.

    Mit Lenins Rückkehr nach Petrograd und der Veröffentlichung der Aprilthesen gewinnt der revolutionäre Prozess eine neue strategische Klarheit. Die Bolschewiki treten aus der Illegalität heraus, entwickeln eine offene politische Praxis und bereiten gezielt den Übergang von der bürgerlich-demokratischen Phase hin zur sozialistischen Revolution vor. Die Krise der provisorischen Regierung, der wachsende Einfluss der Bolschewiki in den Sowjets sowie der Oktoberaufstand und die Verhaftung der Regierung markieren die entscheidenden Stationen des revolutionären Durchbruchs. Abschließend behandelt das Modul die ersten Monate der Festigung der Sowjetmacht und den VII. Parteitag und gibt somit einen Ausblick auf den drohenden Bürgerkrieg und die Aufgabe der Verteidigung der Revolution.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 29.03.2026

    Literatur

    Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 11 – Lenins Imperialismustheorie

    Modul 11 – Lenins Imperialismustheorie

    Modul 11 – Lenins Imperialismustheorie

    Der Weltkrieg und der Verrat der Führung der Arbeiterbewegung warfen die Frage nach den Ursachen und der Analyse des Kapitalismus mit Wucht auf. In die bereits entstandene Imperialismusdiskussion schaltete sich Lenin mit einer sowohl theoretischen als auch agitatorischen Schrift ein, die bis heute wichtiger Bezugspunkt und zugleich umstritten ist. Das Modul behandelt, in welcher Debatte die Schrift entstand, welche anderen Analysen es gab und was die wichtigsten Inhalte sind. Wir reißen an, welche Diskussionen auf Lenins Schrift folgten.

    März 2025

    01.03.2026 – 29.03.2026

    Vorlesung: 01.03.2026

    Modulbeschreibung

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts trat der Kapitalismus in eine neue Entwicklungsphase ein: den Imperialismus. Gekennzeichnet durch die Monopolisierung der Wirtschaft, die Verschmelzung von Bank- und Industriekapital zum Finanzkapital sowie die Neuaufteilung der Welt unter den Großmächten, führte diese Epoche zu verschärften internationalen Rivalitäten und schließlich zum Ersten Weltkrieg. Für die Arbeiterbewegung stellte sich die zentrale Frage: Wie auf diesen Krieg reagieren – im Sinne der „Vaterlandsverteidigung“ oder mit dem Ziel, ihn in eine Revolution zu verwandeln?

    In dieser Situation verfasste Lenin 1916 Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus (veröffentlicht 1917). Er knüpfte an Hinweise von Marx und Engels auf die zunehmende Konzentration des Kapitals sowie an zeitgenössische Arbeiten von Hobson, Hilferding und Luxemburg an. Gleichzeitig setzte er sich mit den Auffassungen anderer Strömungen auseinander – von Kautskys „Ultraimperialismus“ bis zu Hilferdings Vorstellung eines „Generalkartells“.

    Lenin beschrieb den Imperialismus nicht als Abweichung, sondern als notwendiges Stadium des Kapitalismus – und als „Vorabend der sozialen Revolution des Proletariats“. Er verband diese Analyse mit einer neuen strategischen Überlegung: Der Sozialismus könne zunächst in einem einzelnen kapitalistischen Land siegen, ohne auf einen gleichzeitigen Umsturz in allen Ländern angewiesen zu sein.

    Das Modul ordnet Lenins Schrift in den historischen Kontext des Ersten Weltkriegs und der Spaltung der internationalen Arbeiterbewegung ein. Es stellt die theoretischen Vorarbeiten und Debatten um den Imperialismus-Begriff vor und beleuchtet, wie Lenins Analyse zeitgenössisch in Russland, Deutschland und international aufgenommen wurde.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 04.03.2026

    Literatur

    Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 10 – Weltkrieg und Verrat

    Modul 10 – Weltkrieg und Verrat

    Modul 10 – Weltkrieg und Verrat

    Die Entstehung des Imperialismus musste zwangsläufig zu einem großen Krieg führen, in dem die rivalisierenden Mächte kämpfen. 1914 stellt einen Wendepunkt sowohl für die Herrschenden als auch für die Arbeiterbewegung dar. Verrat der Sozialdemokratie, Massenabschlachten. Auf Krieg und Elend folgen Revolution und das Verschwinden ganzer Staaten. In diesem Modul geht es zunächst darum, warum der Krieg von einer starken Arbeiterbewegung nicht verhindert werden konnte und wie es zum Zusammenbruch der II. Internationale kam. Die Veränderungen der deutschen Sozialdemokratie stehen im Zentrum, auch als Vorbereitung für die KPD-Gründung, die in einem späteren Modul behandelt wird.

    Februar 2026

    01.02.2026 – 01.03.2026

    Vorlesung: 01.02.2026

    Modulbeschreibung

    Im Jahr 1914 erreichten die imperialistischen Spannungen in Europa ihren Höhepunkt. Deutschland drängte mit seinem industriellen Aufstieg und seiner Flottenpolitik auf eine Neuaufteilung der Welt. Koloniale Konflikte, Rivalitäten um Handelswege und Einflusssphären verschärften die Konkurrenz mit England, Frankreich und Russland. Die imperialistischen Staaten bereiteten sich auf einen offenen Krieg gegeneinander vor.

    In dieser Zuspitzung stand auch die Arbeiterbewegung unter Druck. Die deutsche Sozialdemokratie, einst stärkste Kraft der II. Internationale, hatte sich in den Jahren zuvor schrittweise den Interessen des deutschen Kapitals angenähert. Reformorientierte und opportunistische Strömungen gewannen die Oberhand über revolutionäre Positionen. Der Bruch kam im August 1914: Die SPD-Fraktion stimmte den Kriegskrediten zu und stellte sich damit hinter den Kurs des Imperialismus. Das Versprechen proletarischen Internationalismus’ wurde aufgegeben – der Krieg erhielt politische und moralische Rückendeckung.

    Das Modul untersucht diesen Wendepunkt aus der Perspektive der Arbeiterklasse und der Kommunisten. Es fragt, warum es nicht gelang, den Krieg zu verhindern, und welche Folgen der Zusammenbruch der II. Internationale für die Bewegung hatte. Im Mittelpunkt stehen die Veränderungen in der deutschen Sozialdemokratie, die wachsende Spaltung zwischen revolutionären und opportunistischen Strömungen sowie die Entwicklungen während des Krieges selbst: die Verschärfung der Ausbeutung, staatliche Repression und der Widerstand gegen den Krieg.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 01.02.2026

    Literatur

    Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 9 – Parteifrage

    Modul 9 – Parteifrage

    Modul 9 – Parteifrage

    Die Entwicklung des Kapitalismus zum Imperialismus führten zu einer Verschärfung des Klassenkampfs und damit auch zu neuen Bedingungen und Herausforderungen für die Arbeiterparteien. Das russische Proletariat in seinem Kampf gegen den extrem repressiven Zarismus war zu einer tiefen Befassung mit der Parteifrage gezwungen. Lenins Werk „Was tun?“ ist ein Meilenstein für die Bildung neuer Kampforganisationen. Und zugleich eine wichtige Auseinandersetzung mit anderen Auffassungen und deren Wirkungen. Das Modul behandelt sowohl das Werk als auch die damalige Debatte.

    Januar 2026

    04.01.2026 – 31.01.2026

    Vorlesung: 04.01.2026

    Modulbeschreibung

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich die russische Arbeiterbewegung noch im Aufbau. Die Industrialisierung hatte in den 1890er Jahren eine neue Arbeiterschaft hervorgebracht, doch Zarismus, Zensur und Polizeiwillkür setzten jeder offenen politischen Betätigung enge Grenzen. Marxistische Zirkel und illegale Publikationen versuchten unter diesen Bedingungen, Klassenbewusstsein zu fördern und Widerstand zu organisieren.

    Innerhalb der russischen Sozialdemokratie entbrannte eine Grundsatzdebatte: Reicht die spontane Dynamik von Streiks und ökonomischen Kämpfen aus, um zur Revolution zu führen? Oder braucht es eine bewusste, straff organisierte politische Führung? Die Vertreter des „Ökonomismus“ setzten vor allem auf betriebliche Verbesserungen und betrachteten politische Agitation als nachrangig.

    Lenin widersprach entschieden. In seiner 1902 erschienenen Schrift Was tun? argumentierte er, dass spontane Kämpfe nur ein gewerkschaftliches, „trade-unionistisches“ Bewusstsein hervorbringen könnten. Revolutionäres Klassenbewusstsein entstehe nur durch die bewusste Vermittlung sozialistischer Theorie – getragen von einer disziplinierten, konspirativ arbeitenden Kaderpartei. Diese Organisation müsse in der Lage sein, den Kampf über das Ökonomische hinaus auf die politische Ebene zu heben: gegen den Zarismus, gegen die kapitalistische Ausbeutung, für die sozialistische Revolution.

    Das Modul untersucht die Entstehung und die Kernaussagen von Was tun?, ordnet sie in die Debatten der russischen Sozialdemokratie ein und beleuchtet ihre internationale Wirkung. Auch die Reaktionen in Deutschland – von Zustimmung bis scharfer Kritik – zeigen, dass die Organisationsfrage zu den zentralen Streitpunkten der sozialistischen Bewegung dieser Zeit gehörte.

    Vorlesung

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    Vorlesung: 04.01.2026

    Literatur

    Hier veröffentlichen wir in Kürze die zu lesende Literatur für die einzelnen Wochen dieses Modul.

    Lenin, W.I.:
    Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung , in: Lenin , W.I.:
    Werke, Band 5, Dietz Verlag Berlin 1955, S. 357 – 409.

    Grundkurs

    1. Fasse in deinen eigenen Worten die zentralen Aussagen / Inhalte der beiden Abschnitte I. Dogmatismus und „Freiheit der Kritik“ und II. Spontaneität der Massen und Bewußtheit der Sozialdemokratie zusammen.
    2. Argumentiert Lenin gegen die Freiheit der Kritik
      im Allgemeinen?
    3. Was ist mit „revolutionärer Theorie“ gemeint?
    4. Fallen dir bei der Lektüre Assoziationen mit heutigen Diskussionen, Erscheinungen oder Positionen ein? Wenn ja, notiere dir diese und wenn möglich, führe deine Gedanken dazu aus.

    Lenin, W.I.: Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung, in: Lenin, W.I.: Werke, Band 5, Dietz Verlag Berlin 1955, S. 409-455.

    Grundkurs

    1. Warum ist die Erarbeitung von Enthüllungs-Blättern in einzelnen Unternehmen für Lenin keine sozialdemokratische Tätigkeit?
    2. Was fasst Lenin unter „allseitiger“ politischer Entlarvung?
    3. Benenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede des „Ökonomismus“ und „Terrorismus“.

    Lenin, W.I.: Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung, in: Lenin, W.I.: Werke, Band 5, Dietz Verlag Berlin 1955, S. 455-511.

    Grundkurs

    1. Definiere Handwerklerei und was das Problem daran ist.
    2. Welches Verhältnis der Sozialdemokratie zur Arbeiterklasse lässt sich an Lenins Ausführungen zum Kampf gegen die politische Polizei ablesen?
    3. Was sind die Unterschiede der Organisation der Arbeiter und der Revolutionäre?
    4. Wie beschreibt Lenin die Gewinnung von Berufsrevolutionären aus der Arbeiterklasse?

    Lenin, W.I.: Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung, in: Lenin, W.I.: Werke, Band 5, Dietz Verlag Berlin 1955, S.511-541.

    Grundkurs

    1. Skizziere die Vorstellung der gesamtrussischen Zeitung als Agitator und Organisator.
    2. Was sind Nadeshdins Hauptargumente gegen den Plan einer gesamtrussischen Zeitung?
    3. Welche Vorteile sieht Lenin für die lokalen Organisationen, wenn es ein starkes Zentrum gibt?
    4. Wie beschreibt Lenin die Revolution und was bedeutet das für die Agitation?
    5. Skizziere die drei Perioden der russischen Sozialdemokratie und die jeweiligen inhaltlichen und organisatorischen Fragen. (Lenin, Was tun?, Werke, Band 5, S. 538 ff) (Siehe dazu auch: Kurzer Lehrgang der KPDSU, S. 34-51).

    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.

  • Modul 8 – Die Formierung der russischen Arbeiterbewegung

    Modul 8 – Die Formierung der russischen Arbeiterbewegung

    Modul 8 – Die Formierung der russischen Arbeiterbewegung

    Zur Jahrhundertwende kommt es zu einer Verlagerung des Schwerpunktes der internationalen Arbeiterbewegung nach Russland. Die kapitalistische Entwicklung erfasste im russischen Zarenreich nur wenige Industriezentren, in denen sich jedoch rasch eine kampfstarke Arbeiterbewegung herausbildete. Die revolutionäre Bewegung hatte dort in den Jahren 1901-1904 einen massiven Aufschwung erfahren. Der Schwerpunkt des Moduls liegt auf dem Nachvollziehen der Entwicklung in Russland und dem Ringen um die Formierung einer Arbeiterpartei. Es werden die ideologischen Auseinandersetzungen, wie die praktischen Aufbauprozesse behandelt, die schließlich zur Formierung der bolschewistischen Partei führten. Hier war die Schaffung einer politischen Kampfzeitung (Iskra) zentral, die Auseinandersetzungen Lenins zur Partei (Was tun) und der Kampf gegen den Ökonomismus.

    November 2025

    16.11.2025 – 13.12.2025

    Vorlesung: 16.11.2025

    Modulbeschreibung

    Die Zeit von 1895 bis 1913 war für die deutsche und internationale Arbeiterbewegung eine Phase tiefgreifender Veränderungen. Im Deutschen Reich setzte sich die kapitalistische Produktionsweise endgültig durch. Gleichzeitig trat der Kapitalismus weltweit in eine neue Entwicklungsstufe ein: den Imperialismus.

    Zur Jahrhundertwende kommt es zu einer Verlagerung des Schwerpunktes der internationalen Arbeiterbewegung nach Russland. Die kapitalistische Entwicklung erfasste im russischen Zarenreich nur wenige Industriezentren, in denen sich jedoch rasch eine kampfstarke Arbeiterbewegung herausbildete. Die revolutionäre Bewegung hatte dort in den Jahren 1901-1904 einen massiven Aufschwung erfahren. Der Schwerpunkt des Moduls liegt auf dem Nachvollziehen der Entwicklung in Russland und dem Ringen um die Formierung einer Arbeiterpartei. Es werden die ideologischen Auseinandersetzungen, wie die praktischen Aufbauprozesse behandelt, die schließlich zur Formierung der bolschewistischen Partei führten. Hier war die Schaffung einer politischen Kampfzeitung (Iskra) zentral, die Auseinandersetzungen Lenins zur Partei (Was tun) und der Kampf gegen den Ökonomismus.

    Der Russisch-Japanische Krieg zeigt die Schwäche des russischen Zarismus. In der Auseinandersetzung um eine revolutionäre Strategie versus Vaterlandsverteidigung spitzt sich die Auseinandersetzung zwischen Bolschewiki und Menschewiki zu. Der Kampf der Arbeiter gegen den Krieg endet zwar vorerst mit einer Niederlage, zeigt aber deutlich die revolutionäre Situation und die führende Rolle der Arbeiterklasse in der russischen Revolution (1905 bis 1907) an.

    Nach der Auflösung der Duma 1907 und der Errichtung der Stolypin’sche Reaktion gehen die Bolschewiki unter der Führung Lenins weiter einen ideologischen Verständigungsprozess ein und vertiefen gleichzeitig ihre Verbindung zu den Massen. 1912 wird dann die SDAPR-Bolschewiki in Prag gegründet.

    Das Modul endet am Vorabend des Ersten Weltkriegs 1914. In dem Modul 9 wird schwerpunktmäßig Lenins Auseinandersetzung mit der Parteifrage nachvollzogen und kollektiv Was tun gelesen.

    Vorlesung

    Hier verlinken wir das Skript zur Vorlesung, sobald die Vorlesung gehalten wurde.

    Vorlesung: 16.11.2025

    Literatur

    Die Auseinandersetzungen um die Frage, welche Aufgaben die Partei des Proletariats hat und wie sie entsprechend organisiert sein muss, werden vor und insbesondere nach der Revolution von 1905 in Russland sehr intensiv diskutiert und theoretisiert. Diese Debatte prägt die II. Internationale sehr stark. Wir setzen uns diese Woche auch mit dem Revisionismus in Deutschland auseinander, also dem Versuch, die Theorie des Marxismus grundlegend zu revidieren, weil sich der imperialistische Kapitalismus vermeintlich anders entwickelt, als von Marx und Engels hervorgesagt. Für dieses Verständnis ist allen der Erweiterungstext von Bernstein ans Herz gelegt, in dem er „im Namen der Wissenschaft“ gegen den „politischen Gesinnungsmarxismus“ zu Felde zieht. Während es also in den Wochen 2-4 darum geht, die Kämpfe des russischen Proletariats und ihrer theoretischen Verarbeitung zu verstehen, wollen wir uns in dieser ersten Woche vergegenwärtigen, was es genau bedeutet, dass die internationale Arbeiterbewegung und damit auch ihre Theoriebildung dorthin verlagert wird. Dieses Verständnis ist zentral, um die Bedeutung der Erfahrungen und
    theoretischen Beiträge der Bolschewiki Anfang des 19. Jahrhunderts zu verstehen.

    Grundkurs

    • GddAB, Bd. 2, Die Verlagerung des Zentrums der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung nach Russland, S. 9-29.
    • GddAb, Bd. 2, Die Kämpfe der deutschen Arbeiterklasse gegen Ausbeutung und politische Entrechtung, S. 29-62.

    Erweiterungskurs

    • Bernstein, Eduard (1900): An meine socialistischen Kritiker.

    In dieser Woche wollen wir uns mit den politischen Auseinandersetzungen innerhalb der russischen Sozialdemokratie befassen, die zu einer späteren Ausdifferenzierung in die bolschewistische und menschewistische Fraktion führten. Ein Meilenstein in dieser Auseinandersetzung war der II. Parteitag
    der SDAPR im Jahre 1903. Hier ging es vor allem um das Verhältnis der Partei zu den Kämpfen der Arbeiterklasse und das Verhältnis der Mitglieder zu ihrer Partei. Diese Fragen sind bis heute zentral für die Frage der Formierung einer kampffähigen revolutionären Partei. Sie werden heute häufig mit historischen Bezügen zu damals diskutiert, weshalb wir sie in ihrer historischen Genese gut nachvollziehen müssen. Die Lektüre des Primärtextes von Lenin zu den Auseinandersetzungen auf dem Parteitag gibt einen sehr scharfen Einblick in Lenins Kritik an den ökonomistischen Auffassungen über die Aufgaben der Partei der Arbeiterklasse.

    Grundkurs

    • Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki). Kurzer Lehrgang, S. 36-67.

    Erweiterungskurs

    • Lenin, Wladimir Iljitsch (1904): Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück. Kapitel i, Der Paragraph 1 des Statuts, S. 51-78.

    In dieser Woche setzen wir uns mit der Rolle des Proletariats in der bürgerlich-demokratischen Revolution auseinander. Der Zarismus war nach dem Petersburger Blutsonntag von 1905 in eine schwere Krise geraten. Diese Krise konnte von der Sozialdemokratie nicht bis zum vollständigen Sturz des Zarismus genutzt werden, da es schwerwiegende Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Rolle der Proletariats in dieser Revolution gab. Lenin bemühte sich darum, die bolschewistische und menschewistische Taktik in dieser Revolution klar voneinander abzugrenzen, um die Formierung einer revolutionären Kampfpartei vorzubereiten. Sie werden im Kurzen Lehrgang als völlig neue, im Gegensatz zu den bisherigen Auffassungen der internationalen Sozialdemokratie stehende Taktik der revolutionären Kampfpartei bewertet. Für ein Verständnis der Formierung der Bolschewiki zu einer revolutionären Kampfpartei ist es wichtig, diesen Prozess nachzuvollziehen.

    Grundkurs

    • Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki). Kurzer Lehrgang, S.69-118.

    Erweiterungskurs

    • Lenin, Wladimir Iljitsch (1905): Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revolution, Vorwort, Kapitel 1-5, S.7-44.

    In Woche befassen wir uns mit der Theorie und Praxis der russischen Sozialdemokratie nach der gescheiterten Revolution. In dieser Phase stand eine krisenhafte russische Sozialdemokratie einer extrem reaktionären Politik des Zaren gegenüber. Die Sozialdemokratie diskutierte intensiv, was nun zu tun war. Liquidatoren und Otsowisten auf der einen Seite forderten die Auflösung der Partei bzw. die Abberufung der sozialdemokratischen Duma-Fraktion. Die Bolschewiki dagegen forderten eine geschickte Verbindung von legaler und illegaler Arbeit, um die Massen auf einen neuen Anlauf zur Revolution vorzubereiten. Die illegale Parteizeitung Prawda sollte dabei dazu dienen, die zerplitterten Teile der Sozialdemokratie und Arbeiterbewegung zu einer revolutionären Kampfpartei zu vereinen.

    Grundkurs

    • Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki)- Kurzer Lehrgang, Kapitel IV+V (S.121-180; ohne S.131-165) und S.183-200.

    Zur Einordnung unserer Quellen empfehlen wir, den Hintergrundtext „Zur Literatur des Studiengangs“ zu lesen.